Zwei globale Probleme des 21. Jahrhunderts

In der modernen Welt gibt es zwei Probleme, die den gesamten Planeten betreffen. Das sind die Ökologie und die Menschenrechte. Die Menschheit hat in den vergangenen Jahrhunderten von statt mit der Natur gelebt und die Folgen für die Umwelt (Pflanzen- und Tierwelt, Luft- und Wasserqualität usw.) oft ignoriert. Doch wir sind Teil dieses Planeten und müssen rechtzeitig aufhören, ihn zu zerstören, um qualitatives Leben der nächsten Generationen sichern zu können. Bereits 1965 warnten uns Forscher vor einer möglichen Erderwärmung. Initiativen, die bereits in den 70er und 80er-Jahren begonnen wurden, wurden zwischenzeitlich teils wieder „vergessen“ und werden vielerorts nun mit Nachdruck wieder aufgegriffen. Aktuell sind zwei Entwicklungen ersichtlich: Aktivitäten zum Umweltschutz werden einerseits milde belächelt und nicht ernst genommen, Klimaschutzabkommen werden von staatlicher Seite ignoriert, parallel dazu werden wichtige Initiativen in vielen Ländern ins Leben gerufen und das Problem hat mehr Aufmerksamkeit erlangt.

Das zweite grosse Problem ist eines, das im gesamten Lauf der Menschheitsgeschichte bis heute nicht gelöst werden konnte: die Rechte der Menschen weltweit. Durch das soziale Ungleichgewicht, Kriege und Unterdrückung kommt es vielerorts weiterhin zu Verstössen gegen die Menschenrechte. Es gibt Organisationen und auch ganze Staaten, die sich dafür weltweit einsetzen, doch machtpolitische Faktoren und finanzielle Interessen sind heutzutage in vielen Fällen immer noch entscheidend. Wir schreiben darüber, welche Probleme wir 2021 nicht weiter ignorieren können.

Klima-Probleme – eine Bedrohung für den Planeten

In vielen Ländern werden Plastiksäcke und -flaschen aus dem Alltag verbannt, immer mehr Menschen haben sich dazu entschieden, kein oder weniger Fleisch zu essen und es tut sich etwas beim Thema Mülltrennung und -vermeidung. Darüber hinaus haben einige Menschen beschlossen, weniger oft zu fliegen und in vielen Städten verzichten heutzutage viele Menschen auf das Auto, die bewusst mit dem Fahrrad, Roller oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Klarerweise ist der persönliche, individuelle Bereich sehr wichtig. Denn wir alle zusammen sind verantwortlich für unseren Lebensstil und können zum Schutz der Umwelt – auch mit scheinbar kleinen Gesten – beitragen.

Doch wie sieht das global aus? Und was tun Unternehmen, die grössten Umweltsünder, um dem Klimawandel entgegenzuwirken? Die Antwort auf diese Frage ist ein zweischneidiges Schwert. Denn einerseits werben Unternehmen damit, klimafreundlich zu agieren – Greenwashing wird dieses Phänomen genannt –, andererseits werden, um konkurrenzfähig zu bleiben und Kosten zu sparen, Verbrechen an der Umwelt in Kauf genommen.

Klimawandel als Folge menschlichen Handelns

Die Menschheit beeinflusst auf mehrere Arten das Klima, wodurch es zu einer Erhöhung der Temperaturen auf der Erde kommt. Wodurch geschieht das? Einerseits durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, andererseits das Abholzen von Regenwäldern (unter anderem zur Viehzucht). Die Menge der in der Atmosphäre natürlich vorkommenden Treibhausgase erhöht sich durch diese Aktivitäten sehr stark. Das verstärkt den Treibhauseffekt und die Klimaerwärmung.

Der Klimawandel ist ein – und, wie man an den Folgen sieht – sehr dringendes Problem unseres Planeten. Durch die steigenden Temperaturen weltweit und die Ausbreitung von Wüsten auf der einen Seite sowie dem steigenden Meeresspielen auf der anderen Seite kommt es auch vermehrt zu Naturkatastrophen. Darüber hinaus wird es auch zu Massenabwanderungen aus Regionen kommen, die aufgrund der klimatischen Verhältnisse nicht mehr lebenswert sein werden.

Eine Kehrtwende ist deshalb dringend notwendig. Doch die Weltwirtschaft „muss“ – auch wenn die Pandemie hier vielleicht einiges aufzeigt – weiter funktionieren und viele Länder beteiligen sich nicht aktiv daran, der Klimakrise entgegenzuwirken. Auch in den aktiveren Ländern gehen diese Entwicklungen nur schleppend voran.

Gerade in den vergangenen Jahren wurden weiterhin riesige Flächen von Regenwald abgeholzt, der einerseits wichtiger Lebensraum für Mensch und Tier ist und eine einzigartige Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt beherbergt, und andererseits auch die grüne Lunge unseres ganzen Planeten ist. Ein perfekt abgestimmtes Ökosystem – das wir dabei sind, negativ zu beeinträchtigen und vielleicht zu zerstören.

Aufforstung und Kohlendioxid-Emissionen

Entscheidend für den Treibhauseffekt sind Kohlendioxid, Methan und Distickstoffmonoxid. Wie in einem Treibhaus reflektieren diese Gase die Wärmestrahlung und sorgen dadurch für einen Temperaturanstieg.

Wir benötigen diese natürlichen Treibhausgase, ohne sie würde die durchschnittliche Temperatur auf unserem Planeten bei -18 Grad Celsius liegen. Allerdings werden seit der Industrialisierung und noch viel stärker seit den 90er-Jahren viel zu viele Treibhausgase erzeugt. Durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen entsteht Kohlenstoffdioxid, CO2. Dieses reichert sich in der Atmosphäre an und mehr als 50 % des menschlich beeinflussten Klimawandels hängt von diesen Kohlenstoffdioxid-„Abgasen“ ab. Die Regenwälder absorbieren einen grossen Teil dieser Emissionen und regulieren damit das weltweile Klima– ganze 30 Prozent. Das Abholzen dieser Wälder hat klimatisch, wie man sieht, fatale Auswirkungen.

Auch die Viehzucht bringt folgenreiche Probleme mit sich. Auf der einen Seite werden wertvolle, alte Regenwälder abgeholzt, um Weiden für die Tiere zu erschaffen, auf der anderen Seite ist eine Folge dieser Massentierhaltung der verstärkte CO2-Ausstoss, der wiederum 20 % der menschengemachten Klimaerwärmung ausmacht.

Überall auf der Erde gehen durch den Temperaturanstieg zudem die Eismassen zurück – eine weitere sehr grosse Gefahr für unseren Planeten. Diese Kettenreaktionen gilt es, zu verhindern.

Vernichtung seltener Tierarten

In Mexiko und Costa Rica – zwei Länder mit grossem Anteil an den Regenwäldern – leben 60 % der Tierspezies, die weltweit existieren. Eine unglaubliche Zahl. Tiere werden in ihrer Vielfalt durch den Menschen auf vielfache Weise bedroht.

  1. Eingriff in das natürliche Leben: Jagd, Überzüchtung und Fischerei
  2. Abholzung des Regenwaldes/Waldes, Eingriffe in die Natur, z. B. durch den Bau von Staudämmen: der Lebensraum wird bedroht.
  3. Klimaerwärmung/Veränderung der Umweltbedingungen: Tiere können sich nicht immer so schnell den veränderten Lebensbedingungen anpassen und viele Arten drohen auszusterben.
  4. Chemische Insektenbekämpfung in der Landwirtschaft: Es gibt in Europa mittlerweile um ein Vielfaches weniger Insekten als noch in den 80er Jahren, wodurch es auch zu einem grossen Vogelsterben kommt.
  5. Tierquälerei: Die Massentierhaltung unter unnatürlichen Umständen und die Quälerei von Tieren sind auch Ursache von Krankheiten, die sich auf die Menschen übertragen.

Das Tier- und Pflanzensystem ist perfekt aufeinander abgestimmt. Der Mensch bringt jedoch ein Ungleichgewicht in dieses feine System. Die Frage ist, wie diese Tierarten geschützt werden können. International agierende Organisationen wie Greenpeace und WWF setzen sich weltweit für den Tier- und Artenschutz mit einer Vielzahl von Projekten ein. Darüber hinaus fassen immer mehr Menschen den Beschluss, sich fleischlos zu ernähren. Aber reichen diese Bestrebungen aus oder muss es zu viel tiefschürfenden Veränderungen auch seitens der Unternehmen und Staaten und unserer Lebensweise kommen, um die Tierwelt zu schützen?

Die Schlussfolgerung über die Entwicklungen des Klimawandels

Es zeigt sich, dass es höchste Zeit ist, bewusst zu agieren. Die Informationen stehen uns zur Verfügung und nun müsste weltweit gehandelt werden. Problematisch ist es oftmals für die Konsumenten, dahinter zu blicken. Wörter wie Co2-neutral, Nachhaltigkeit, vegan (z. B. auf Kleidungsprodukten) sind in den letzten Jahren zu Schlagwörtern geworden und sollen für umweltfreundliches Produzieren und Agieren seitens der Unternehmen stehen.

Was hiervon Marketing-Strategie und sogenannten Greenwashing ist und was tatsächlich regional, nachhaltig und möglichst umweltschonend bedeutet, ist für den Einzelnen nicht immer leicht erkennbar. Hier sind offizielle Gesetze und Bestimmungen gefragt – nicht nur in den die Umwelt am meisten belastenden, reichen Ländern, sondern auch in jenen, ärmeren Ländern, in denen unter sehr schlechten Bedingungen für Mensch und Umwelt die unzähligen Produkte unserer konsumorientierten Welt hergestellt werden. Hier ist auch die Behandlung der Themen Kinderarbeit und Menschenrechte sehr dringend notwendig. Das Klimaschutz-Übereinkommen von Paris gibt einen globalen Rahmen zur Bekämpfung des Klimawandels vor. Die Erderwärmung soll deutlich unter 2°C gehalten werden. Durch weitere Massnahmen soll der Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden. Insgesamt haben beinahe 190 Vertragsparteien unterschrieben. Es bleibt zu hoffen, dass diese Ziele erreicht werden.

Menschenrechte – der höchste Wert des 21. Jahrhunderts

Wie lautet die allgemeine Erklärung der Menschenrechte des Jahres 1948 durch die Generalversammlung der UNO, bei der 48 Staaten für die Verfassung stimmten und sich 8 ihrer Stimme enthielten? Bis zu diesem Jahr war der Schutz der Menschenrechte beinahe gänzlich allein die Verantwortung der jeweiligen nationalen Verfassungen.

Dieses Abkommen umfasst dreissig Artikel mit Garantien zum Schutz der Menschen. Die Bedeutendsten sind:

  • Das Recht auf Leben
  • Verbot der Sklaverei
  • Verbot der Folter
  • Verbot willkürlicher Festnahmen
  • Meinungsfreiheit
  • Religionsfreiheit
  • Anspruch auf Rechtshilfe
  • Ehefreiheit
  • Recht auf Arbeit
  • Recht auf Nahrung
  • Recht auf Gesundheit
  • Recht auf Bildung
  • Recht auf soziale Sicherheit

Diese Rechte gelten für alle Menschen weltweit unabhängig ihrer Religion und Herkunft. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, kurz AEMR, hat politisch und moralisch einen sehr hohen Stellenwert, auch wenn es sich offiziell nicht um ein juristisch verbindliches Dokument handelt.

Was wird für den Schutz der Menschenrechte getan und wie kann dieser Schutz weltweit ermöglicht werden? Kann er das? Diesen Fragen gehen wir hier nach.

Der Schutz der Rechte von Kindern ist die Grundlage für eine gesunde Gesellschaft der Zukunft

Was bedeutet Kinderarbeit? Wie ist Kinderarbeit definiert? Kinderarbeit ist Arbeit, für die Kinder zu jung sind, die körperliche oder seelische Entwicklung schädigt oder gefährlich oder ausbeuterisch ist bzw. die Kinder vom Schulbesuch abhält. Sie verstösst gegen die weltweit gültigen Kinderrechte, da sie den Kindern ihrer Kindheit beraubt.

Die meisten Länder haben für die legale Beschäftigung von Jugendlichen ein Mindestalter, das zwischen 14 und 16 Jahren liegt, festgelegt. Hier treffen besondere Bestimmungen zu. Darüber hinaus gibt es Tätigkeiten, wie etwa im eigenen Haushalt, die zulässig sind. Fast alle Staaten weltweit haben sich auf das Ziel geeinigt, jegliche Form der Kinderarbeit bis 2025 gänzlich abzuschaffen. Die schlimmsten Formen der Kinderarbeit sind Sklaverei bzw. sklaven-ähnliche Abhängigkeit, Kindersoldaten, Kinderprostitution und -pornografie und kriminelle Tätigkeiten wie der Missbrauch als Drogenkurier.

Fast die Hälfte der Kinderarbeiter leidet unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen: 73 Millionen Kinder sind laut UNICEF weltweit betroffen. Die meisten Kinder arbeiten in der Landwirtschaft, vor allem in Afrika und Asien. Sie machen 71 Prozent aus. An zweiter Stelle in der Industrie (12 %) und – vor allem Mädchen – als Hilfskräfte im Dienstleistungsbereich (17 %).

Der Kampf um die Rechte der Frauen ist nicht weniger aktuell als zuvor

In unserer modernen, europäischen Gesellschaft wird oft davon ausgegangen, Frauen verfügten – hierzulande und ganz allgemein – über die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie die Männer und der Kampf um die Frauenrechte sei eine Angelegenheit der Vergangenheit. Darüber hinaus vermittelt Europazentralismus oft die Ansicht, in Zentraleuropa und den USA wären Frauen bereits „im Gegensatz zu anderen Kontinenten“ den Männern gleichgestellt.

Doch die Statistiken und Lebensumstände der Frauen belehren uns eines Besseren. In Europa ist die Gehaltsschere nach wie vor sehr gross. Weltweit leben Frauen in Abhängigkeit ihrer Familien bzw. der ihres Mannes und auch in der Politik, an den Entscheidungspositionen, sind die Frauen weiterhin in der Minderheit. Zur Gleichberechtigung ist es noch ein weiter Weg.

Besonders besorgniserregend ist, dass es immer noch weltweit tagtäglich zu Zwangsheirat, Genitalverstümmelung und häuslicher Gewalt kommt. Während der Pandemie hat die häusliche Gewalt sogar noch zugenommen. Weltweit sind Mädchen und Frauen von Diskriminierung betroffen. Amnesty International fordert den Ausbau von Schutzprogrammen von allen Staaten. 1981 wurde die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau in Kraft gesetzt. Die Staaten, die unterzeichnet haben, verpflichten sich zu politisches Massnahmen gegen Frauendiskriminierung.

Gleiche Rechte für alle Menschen, unabhängig ihrer Herkunft

Nicht nur Mädchen und Frauen werden diskriminiert. Auch viele andere Gruppen von Menschen werden aufgrund gewisser Merkmale: Geschlecht, Herkunft, Religion, Aussehen, politische Ansicht, sexuelle Orientierung usw. diskriminiert. Die Menschenrechtskonvention sagt auch aus, dass jeder Mensch das Recht auf Bildung und soziale Sicherheit hat. Aufgrund von machtpolitischer Überlegenheit werden auch heutzutage viele Menschen diskriminiert, attackiert oder von der Gesellschaft in vielen Bereichen ausgeschlossen bzw. gezwungen, die eigene Religion oder politische Überzeugung aufzugeben.

In den europäischen Ländern ist die soziale Ungleichheit ein sehr entscheidender Faktor für die Möglichkeiten der einzelnen Menschen. Und da Menschen mit Migrationshintergrund sich in vielen Fällen ein neues Leben erst aufbauen müssen und durch Sprache, soziales Netzwerk und mangelnde Vorbildung wirtschaftlich schlechter gestellt sind, werden sie oftmals diskriminiert und mit Vorurteilen konfrontiert. Allein schon durch ein unterschiedliches Aussehen (Hautfarbe, Kleidung, Gestik, Art zu sprechen usw.) werden ihnen Eigenschaften zugesprochen, die auf Vorurteilen basieren.

Offiziell hat jede und jeder in der Schweiz die gleichen Chancen, praktisch zeigen Untersuchungen jedoch, dass es Kindern sozial schwächer gestellter Familien es weniger häufig gelingt, eine höhere Schule oder später das Studium abzuschliessen. Darüber hinaus bedeutet eine höhere Bildung in unserer Gesellschaft auch der Zugang zu Wissen und Informationen. Das betrifft sehr viele Lebensbereiche, wie auch die Gesundheit. Auch in Europa ist zudem der funktionale Analphabetismus sehr weit verbreitet. Das bedeutet, dass Menschen komplexe Texte, die sie tagtäglich vorfinden, nicht sinnerfassend lesen können und dadurch nicht die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie andere haben – ein Problem, das nicht gesehen wird.

Freiheit der Wahl der sexuellen Selbstbestimmung

Bei diesem Thema hat sich in den vergangenen Jahren weltweit viel getan. Die Konzepte von (sexueller) Identität sind in einem Wandel begriffen. Trotzdem ist die Realität weit von dem entfernt, wie Medien oder Bewegungen aus den USA uns glauben lassen könnten. Die Behandlung des Themas der sexuellen Selbstbestimmung und Identität wurde vermehrt von internationalen Medien aufgegriffen und auch im Social Network wird auf die Rechte der LGTBQ+-Personen hingewiesen – ein wichtiger Schritt.

Doch der Schein trügt zum Teil. Auch wenn in vielen Ländern die gleichgeschlechtliche Ehe gesetzlich zugelassen wird und viele andere, wichtige Schritte gesetzt wurden, erfahren Menschen mit anderer sexueller Orientierung als jener der Mehrheit weltweit auch heutzutage noch sehr oft Diskriminierung. Es kommt darüber hinaus tagtäglich zu Gewalt gegen z. B. homosexuelle Menschen. Das offizielle Leben einer nicht-heterosexuellen Beziehung ist in vielen Ländern nicht möglich.

Erst wenn es der Gesellschaft gelingt, Menschen nicht mehr aufgrund von Unterschiedlichkeit (sei es sexuelle Identität, Hautfarbe, Status, wirtschaftliche Macht oder Ohnmacht, Bildung, politische Einstellung, Lebensweise, Religion usw.) zu diskriminieren, können wir tatsächlich von (Chancen-)Gleichheit und einer offenen Gesellschaft sprechen.

Fazit über die Entwicklungen des Kampfes für die Menschenrechte

Der Kampf um die Menschenrechte ist in den letzten Jahrzehnten zu einer weltweiten Bewegung geworden. Viele nicht-staatliche Organisationen, NGOs, Gruppen, Unternehmen der Entwicklungszusammenarbeit und Initiativen arbeiten an einer besseren Welt und setzen sich für die Rechte der Menschen ein. Dadurch konnte bereits viel Leid verhindert oder zumindest gemildert werden. Die Schwächsten der Gesellschaft – vor allem Kinder und unterdrückte Frauen – müssen geschützt werden.

Es ist trotz sehr vieler, wichtiger Verbesserungen immer noch ein weiter Weg. Denn durch die sogenannten „Billigländer“ als Produktionsstandorte grosser Unternehmen wird die Armut der dort lebenden Bevölkerung ausgenutzt. Ihre Rechte gilt es jedoch – genau wie die der Kinder hierzulande – zu schützen. Jeder einzelne kann dazu beitragen, indem er überlegt, ob der Kostenfaktor allein immer ausschlaggebend sein darf und ob der eigene Komfort höchste Priorität hat. Wenn jeder für sich versucht, etwas beizutragen, haben wir vielleicht die Chance, das Leben vieler Menschen um eine Spur zu verbessern und auch ihnen durch unser Handeln die Wahrung ihrer (Menschen-)Rechte zu ermöglichen.

Unsere Meinung zur Bedeutung des Kampfes für die Menschenrechte und den Kampf gegen den Klimawandel

Das wichtigste ist, nicht wegzusehen. Es genügt nicht, abzuwarten und sich darauf zu verlassen, dass allein die Regierungen tätig werden. Man selbst sollte sich überlegen, wie wir persönlich unseren Teil dazu beitragen können. Jedem Menschen stehen hier andere, unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Viel getan ist auch schon, indem man sich informiert und nicht wegsieht. Oder das Gespräch sucht. Durch das Internet ist uns zwar einerseits der Zugriff auf eine riesige Wissensdatenbank möglich, andererseits ist es oft sehr schwer, den Wahrheitsgehalt von Informationen zu überprüfen. Es sind komplexe Themen, bei denen es sich lohnt, sich zu informieren und nachzulesen, damit es uns allen gemeinsam gelingt, unsere Umwelt und Mitmenschen zu schützen.

Die Gesellschaft sollte es sich zum Ziel setzen, humanitäre Bedingungen weltweit zu verbessern, auch wenn das in manchen Fällen bedeutet, auf gewissen Komfort oder machtpolitische Interessen zu verzichten. Nur dann kann eine Trendwende zu einem bessern Miteinander – mit Mensch und Natur – langfristig erfolgen. Die internationale Zusammenarbeit sollte gemeinsam Lösungen finden, die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt des Planeten zu retten.